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14 Spiele ungeschlagen! Spitzenreiter VfL bezwingt defensives Müden mit 2:0

Nach dem überzeugenden 5:1-Topspielsieg gegen den SV Westerbeck gab es beim VfL Knesebeck kaum Grund für Veränderungen. Die einzige Anpassung in der Startelf: Jannis Meyer rückte zurück in die Anfangsformation. Eigentlich steckt der angehende Abiturient mitten in seiner Prüfungsphase und hat nur noch die mündliche Prüfung vor sich, doch in der aktuellen Saisonphase wollte er die Mannschaft unbedingt unterstützen. Für ihn nahm zunächst Tim Bartels auf der Bank Platz – ausdrücklich keine Entscheidung gegen Bartels, sondern vielmehr ein weiteres Zeichen für den starken Zusammenhalt innerhalb des Teams.

 

Schon vor Anpfiff war klar, welches Spiel die Zuschauer erwarten würde. Der TuS Müden-Dieckhorst wollte nach den deutlichen Niederlagen der vergangenen Saison gegen uns diesmal vor allem defensiv stabil stehen. Genau dieses Bild zeigte sich von Beginn an. Müden zog sich tief zurück, verteidigte mit nahezu allen Spielern in der eigenen Hälfte und versuchte offensiv fast ausschließlich mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen.

 

Kurz vor dem Spiel hatte es noch ordentlich geregnet, pünktlich zum Anpfiff blieb es dann trocken. Der Platz war dennoch tief und nass – nicht unbedingt optimal für sauberen Kombinationsfußball. Geleitet wurde die Partie kurzfristig von Dennis Radke, der den ursprünglich angesetzten Schiedsrichter ersetzte und gerade in den wichtigen Szenen insgesamt eine ordentliche Linie fand.

 

Der VfL übernahm direkt die Kontrolle, biss sich aber zunächst an den dicht gestaffelten Müdener Reihen die Zähne aus. Vor der Mittellinie griff der Gegner kaum an, stattdessen warteten elf gelb-blaue Trikots tief in der eigenen Hälfte auf Fehler im Knesebecker Aufbauspiel. Die ersten gefährlichen Aktionen entstanden daher vor allem nach Standards.

 

Nach sieben Minuten brachte André Haven zwei Ecken gefährlich von links herein. Die erste wurde erneut zur Ecke geklärt, die zweite segelte nur knapp über die Latte. Wirklich zwingend wurde das Spiel aber lange Zeit nicht. Viele zweite Bälle, viele Ungenauigkeiten und kaum Räume prägten die Partie.

Wenn Müden den Ball gewann, wurde er meist sofort mit dem ersten Kontakt weit nach vorne geschlagen. Fußballerische Lösungen suchte der Gast kaum, stattdessen wurde sofort wieder tief verteidigt und gebunkert. Trotzdem wurde der VfL kurz vor der Pause noch einmal gefährlich. Nach einer Ecke von rechts durch Malte Gercke schien der Ball eigentlich schon zu lang unterwegs zu sein, doch Jannis Meyer kam irgendwie noch an die Kugel, legte sie sich zurecht und traf aus spitzem Winkel den linken Pfosten. Wenig später wurde ein weiterer gefährlicher Standard nicht richtig geklärt – und während die Müdener Defensive bereits lautstark jubelte, weil sie die Situation eigentlich schon bereinigt glaubte, wurde der Nachschuss von Niclas Zierenberg aus rund 16 Metern gerade noch geblockt.

 

Dann ging es pünktlich mit dem nächsten Schauer mit 0:0 in die Kabine.
Die Ansprache war deutlich, aber auch mit dem klaren Verständnis, dass wir die bessere und bestimmende Mannschaft sind.

 

Zur Halbzeit reagierte der VfL dann personell und taktisch – und genau das wurde zum Gamechanger der Partie. Tim Bartels kam ins rechte Mittelfeld, Simon Soika rückte in die Offensive und Malte Gercke ging auf die Linksverteidigerposition. Dafür verließen Jannis Meyer und Marius Schucht das Feld, während Adrian Feld auf die rechte Abwehrseite rückte.

Die Umstellungen griffen sofort besser. Knesebeck bekam mehr Tempo über die Außenbahnen, gewann die zweiten Bälle früher zurück und konnte Müden deutlich stärker in deren Hälfte festsetzen.

 

Kurz nach Wiederbeginn gab es dann direkt den ersten großen Aufreger. Joel Reinecke wurde klar heruntergezogen, doch statt eines Freistoßes für den VfL entschied der Schiedsrichter überraschend auf Offensivfoul gegen Joel – sehr zum Unverständnis auf und neben dem Platz.

 

In der 53. Minute fiel dann endlich die verdiente Führung. Nach einer unübersichtlichen Situation bekam Müden den Ball nicht konsequent geklärt. Die Kugel sprang direkt vor die Füße von Tim Krebiel, der nicht lange fackelte und trocken abschloss. Der Ball schlug ein – und auf Knesebecker Seite war die Erleichterung deutlich spürbar.

 

Nur wenige Minuten später wurde es erneut hitzig. Tim Bartels setzte sich über rechts stark durch, verlor zunächst den Ball, eroberte ihn aber mit einer starken Grätsche sofort zurück. André Haven kam an die Kugel, ehe ein Müdener Spieler mit offener Sohle direkt in Richtung Ball und Knöchel einstieg. Die anschließende kleine Rudelbildung blieb zwar überschaubar, die Gelbe Karte gegen den Müdener Spieler aber völlig zurecht.

 

Gerade über Malte Gercke lief danach viel. Immer wieder fing er die langen Müdener Befreiungsschläge ab, schaltete sich direkt wieder offensiv ein und suchte die Tiefenläufe bis zur Grundlinie. In der 64. Minute setzte er sich stark durch und brachte eine scharfe Hereingabe in den Strafraum, die einer von gefühlt zehn Müdener Verteidigern gerade noch klären konnte.

 

Kurz darauf krachte ein abgefälschter Distanzschuss von Simon Soika sogar an die Latte – allerdings hatte der Schiedsrichter zuvor bereits ein Stürmerfoul gepfiffen.

 

Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 72. Minute. Nils Mohr eroberte stark den Ball und spielte sofort einen perfekten Steckpass durch die komplette Müdener Defensive. Simon Soika startete im richtigen Moment, blieb cool vor dem Torwart und schob überlegt zum 2:0 ein. Besonders bitter für Müden: Der eigene Verteidiger hob das Abseits deutlich sichtbar auf.

 

In der Schlussphase versuchte Müden zwar noch einmal irgendwie zurückzukommen, wirklich gefährlich wurde es aber kaum noch. Defensiv ließ der VfL praktisch nichts mehr zu. Einen gefährlichen Angriff durch einen langen Ball von uns auf unsere beiden Stürmer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Nicht korrekt, aber auch nicht mehr speilentscheidend.

 

Kurios wurde es lediglich noch einmal bei Tim Bartels. Nach mehreren Fouls rechneten eigentlich alle mit seiner fünften Gelben Karte der Saison – selbst auf Knesebecker Seite. Der Schiedsrichter beließ es jedoch überraschend bei einer Ermahnung. Bedeutet: Bartels bleibt auch im nächsten Spiel spielberechtigt.

 

Dann war Schluss – und der VfL Knesebeck baute seine beeindruckende Serie weiter aus: 14 Ligaspiele in Folge ungeschlagen, davon 13 Siege und nur ein einziges Unentschieden. Dazu endlich wieder ein Spiel zu Null.

 

Mit dem Sieg grüßen wir weiterhin von der Tabellenspitze, bevor nun erstmal eine kleine Pause ansteht. Am kommenden Pfingstwochenende ist spielfrei, anschließend wartet das Knesebecker Schützenfest. Währenddessen stehen bei der Konkurrenz wichtige Spiele an – unter anderem trifft der TSV Vordorf zunächst auf SV Triangel und anschließend im Topspiel auf den SV Westerbeck. Rechenspiele bringen aktuell aber wenig. Entscheidend bleibt weiterhin einzig und allein der Fokus auf uns selbst.

 

Nach Schützenfest und Pfingstpause geht es dann direkt weiter – erneut gegen den TuS Müden-Dieckhorst, diesmal am Mittwoch, den 03.06., um 19 Uhr auf dem Müdener Sportplatz. Angesetzt ist aktuell Thorsten Swit als Schiedsrichter.

 

Bis dahin: Frohe Pfingsten, viel Spaß beim Schützenfest – und danach auch wieder Vollgas. Unterstützt uns gerne auch bei den letzten Auswärtsspielen dieser Saison. Das könnte noch richtig wichtig werden.

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Veröffentlichung

Mi, 20. Mai 2026

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