Siebter Sieg in Folge, trotz Gegentor: Krebiel und Zierenberg sichern hart erkämpftes 2:1
VfL Knesebeck 2:1 TC Gifhorn (1:1)
Die Null-Serie ist gerissen – aber die Siegesserie lebt weiter. Nach unglaublichen 646 Minuten ohne Gegentor musste der VfL Knesebeck erstmals wieder hinter sich greifen. Am Ende steht dennoch ein verdienter 2:1-Heimsieg gegen den TC Gifhorn – und damit der siebte Ligasieg in Folge.
Personell gab es im Vorfeld einige Themen: Hinter Marius Schucht stand lange ein Fragezeichen, das sich kurz vor Anpfiff in ein Ausrufezeichen verwandelte – er konnte starten, auch wenn sich später zeigte, dass die Verletzung noch nicht vollständig ausgeheilt ist. Tjarko Kögel reiste wieder ab, Malte Gercke fehlte, sodass Spielertrainer André Havenin die Innenverteidigung rückte. Auf der Sechs zog erneut Jonah Deinert die Strippen und lieferte ein bärenstarkes Spiel ab. Im Tor begann wieder Philipp Schulze.
Die Partie begann mit ersten Annäherungen des VfL, ehe die Gäste früh für einen Aufreger sorgten: Ein schnell ausgeführter Freistoß des Gifhorner Spielmachers landete am Pfosten – die Ausführung war allerdings nicht freigegeben, sodass der Versuch wiederholt werden musste. Den zweiten Freistoß setzte Gifhorn anschließend neben das Tor.
Auf der anderen Seite wurde es dann gefährlich. Marius Schucht setzte sich über rechts stark durch, der Ball landete bei Tim Krebiel, der aus spitzem Winkel mit voller Wucht abschloss. Der Torwart riss die Arme hoch und lenkte den Ball an die Latte. Die anschließenden Ecken waren brandgefährlich: Beide Male kam Maik Szillat zum Abschluss – einmal klatschte der Ball an den Pfosten, beim zweiten Versuch ging er knapp drüber.
Dann der Rückschlag in der 16. Minute: Eine Flanke aus dem Halbfeld rutschte durch die gesamte Defensive, am zweiten Pfosten musste ein Gifhorner Stürmer nur noch den Fuß hinhalten – die Serie war beendet.
Doch die Antwort folgte direkt. Praktisch im Gegenzug setzte sich Tim Krebiel im Zentrum durch, ließ einen Gegenspieler stehen und zog aus rund 20 Metern ab. Der Ball war zentral, aber schwer zu kontrollieren – der Keeper konnte ihn nicht festhalten. Niclas Zierenberg reagierte am schnellsten und schob zum 1:1 ein.
In der 27. Minute dann die nächste auffällige Szene: Wieder war es Marius Schucht, der mit Tempo mehrere Gegenspieler stehen ließ, ehe er nur durch ein hartes Einsteigen gestoppt werden konnte. Klare Gelbe Karte, der anschließende Freistoß brachte jedoch nichts ein.
Kurz vor der Halbzeit wurde es noch einmal brenzlig. Nach einer nicht gepfiffenen Aus-Situation lief ein Angriff der Gäste durch, der Abschluss knallte an den Pfosten – Glück für den VfL in dieser Phase.
Zur Pause blieb es beim 1:1, in einem intensiven Spiel mit vielen Zweikämpfen und ersten Nicklichkeiten. Insgesamt vier Gelbe Karten für Gifhorn unterstreichen die robuste Spielweise – noch im Rahmen, aber mit klarer Linie, den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen.
Direkt nach Wiederanpfiff dann der nächste Rückschlag: Marius Schucht musste verletzungsbedingt raus, für ihn kam Justin Gades ins Spiel. Kurz darauf die nächste strittige Szene: Joel Reinecke kam nach einem starken Angriff frei durch, wurde klar von den Beinen geholt – der Pfiff blieb jedoch aus.
In der 57. Minute dann eine der größten Chancen: Nach einer Ecke von Niclas Zierenberg kam Tim Krebiel zum Abschluss und überwand den Torwart, doch ein Verteidiger klärte den Ball spektakulär auf der Linie. Der direkte Gegenangriff wurde im Anschluss stark von Philipp Schulze entschärft.
Nur wenige Minuten später wurde es erneut gefährlich. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld klärte Maik Szillat zunächst ins Zentrum – genau vor die Füße eines eingewechselten Gifhorner Angreifers. Dieser nahm den Ball volley, doch Philipp Schulze reagierte überragend und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte.
In der Schlussphase stellte der VfL taktisch um, wechselte auf Dreierkette und schob André Haven ins Mittelfeld, um mehr Kontrolle und Präzision ins Spiel zu bringen. Doch die Entscheidung fiel nicht durch Struktur, sondern durch Willen.
Tim Krebiel setzte den letzten Mann unter Druck, zwang ihn zum Fehler, lief alleine auf das Tor zu und schob eiskalt zum 2:1 ein.
Kurz danach die nächste strittige Szene: Nach einer Kombination drehte sich Tim Krebiel stark um seinen Gegenspieler, setzte sich mit fairem Körpereinsatz durch und hämmerte den Ball unter die Latte – doch der Schiedsrichter entschied auf Foul.
In den Schlussminuten war es vor allem Kampf – manchmal auch zu viel:
Während unseres Konters bildete sich eine Traube im Mittelfeld, bei der die Fans eine Tätlichkeit an Joel Reinecke gesehen haben wollten. Der Pfiff blieb aus.
In der dreiminütigen Nachspielzeit hielt der VfL den Ball clever in der gegnerischen Hälfte, unter anderem durch starkes Ballbehaupten von Tim Bartels, während Gifhorn immer wieder zu spät kam und Fouls zog.
Dann war Schluss.
Ein verdienter Sieg in einem intensiven Spiel, das alles abverlangte. Die beeindruckende Serie ohne Gegentor ist gerissen – doch die wichtigere Serie lebt weiter: Sieben Ligasiege in Folge.
Der Blick geht direkt nach vorne: Bereits am Sonntag, den 19. April, steht das nächste Heimspiel an. Dann gastiert der TSV Vordorf am Ernst-Hiestermann-Platz. Anpfiff ist um 15 Uhr, geleitet wird die Partie von Torben Thiele. Ein Gegner, der schwer einzuschätzen ist – mit viel Qualität, aber zuletzt wechselhaften Ergebnissen.
Klar ist: Der VfL bleibt bei sich, unterschätzt niemanden und will die nächste Serie fortsetzen. Mit steigenden Temperaturen und hoffentlich voller Terrasse sind die Voraussetzungen jedenfalls gegeben.
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