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Last-Minute-Sieg durch Comeback-Torschütze am Ernst-Hiestermann-Platz!

Am 14. Spieltag empfingen wir den TSV Hillerse II am Ernst-Hiestermann-Platz. Während wir von Platz sieben in die Partie gingen, steckt Hillerse II mitten im Abstiegskampf auf Rang zwölf. Dennoch war klar: Das wird kein Selbstläufer. Die Gäste waren mit zwei Siegen stark ins neue Jahr gestartet, während wir mit einem Sieg und einer Niederlage aus den ersten beiden Spielen gekommen waren. Entsprechend war ein intensives, körperbetontes Spiel zu erwarten.


 

Doch bereits nach drei Minuten rückte der Fußball zunächst komplett in den Hintergrund. Schiedsrichter Hermann Hay brach auf dem Platz zusammen, war kurzzeitig bewusstlos und konnte die Partie nicht fortsetzen. Sofort eilten mehrere Helfer zur Unterstützung. Besonders hervorzuheben ist Justin Lange aus unserer zweiten Herren, der umgehend Erste Hilfe leistete. Zur Sicherheit wurde ein Rettungswagen gerufen, der den Schiedsrichter vor Ort untersuchte und anschließend zur weiteren Kontrolle ins Krankenhaus brachte. An dieser Stelle wünschen wir ihm weiterhin gute Besserung.


 

Da Justin Lange selbst über eine Schiedsrichterlizenz verfügt, erklärte er sich nach kurzer Absprache mit beiden Teams bereit, die Partie zu übernehmen. Eine starke und unkomplizierte Lösung – und Justin leitete das Spiel anschließend souverän zu Ende.


 

Nach der Unterbrechung fanden wir gut ins Spiel und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Hillerse stand sehr tief, agierte meist mit allen elf Spielern in der eigenen Hälfte und verteidigte mit einer Fünferkette plus dicht gestaffeltem Mittelfeld sehr kompakt. Ein Durchkommen war schwer zu finden. Die erste gute Gelegenheit hatte Tim Bartels, der nach einer scharfen Hereingabe von Jannis Meyer per Kopf knapp über das Tor zielte. Danach blieb es lange Zeit chancenarm.


 

In der 32. Minute dann der nächste Rückschlag: Joel Reinecke musste verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Nils Mohr ins Spiel – und feierte damit nicht nur sein Kader-, sondern auch sein Einsatz-Comeback nach über sieben Jahren Fußballpause. Zunächst rückte er in die Innenverteidigung, während Malte Gercke auf den Flügel ging. Bis zur Pause blieb es allerdings bei wenigen klaren Torchancen auf beiden Seiten.


 

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild erst in der Schlussviertelstunde. Wir stellten um und beorderten Nils Mohr nach vorne. Dort brachte er sofort seine körperliche Präsenz ein, machte Bälle fest, verlängerte und sorgte für Unruhe in der Hillerser Defensive. Eine große Möglichkeit hatte er nach einer Flanke, als sein Abschluss nur am Querbalken landete.


 

Mit zunehmendem Druck nach vorne öffneten sich aber auch Räume für Hillerse. Zwei Mal musste unser Keeper Philipp Schulze stark parieren und hielt uns mit wichtigen Aktionen im Spiel.


 

Dann kam die 92. Minute. Kapitän Tim Krebiel brachte den Ball noch einmal scharf in den Strafraum – und Nils Mohr war zur Stelle. Mit einer entschlossenen Grätsche drückte er den Ball über die Linie. 1:0 in letzter Sekunde.


 

Kurz darauf pfiff der eingesprungene Schiedsrichter Justin Lange die Partie ab. Der Jubel kannte keine Grenzen. Nicht nur wegen der drei Punkte, sondern vor allem wegen dieser besonderen Geschichte: Ein Spieler, der nach über sieben Jahren zurückkehrt, eingewechselt wird, nach vorne geschickt wird – und in der Nachspielzeit das entscheidende Tor erzielt. Solche Momente schreibt nur der Fußball.Spieler und Bank bildeten eine große Jubeltraube und feierten diesen emotionalen Sieg.


 

Weiter geht es am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr erneut zu Hause, wenn FC Germania Parsau am Ernst-Hiestermann-Platz zu Gast ist. Dann wollen wir an die Leistung anknüpfen und hoffen auf besseres Wetter und wieder viele Zuschauer, um die nächsten Punkte in Knesebeck zu behalten.

Fotoserien

VfL Knesebeck – TSV Hillerse II 1:0 (0:0) (16.​03.​2026)

Urheberrecht:

Laura Jorkuweit



 

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Veröffentlichung

Mo, 16. März 2026

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