Knesebecker Herbstwanderung verbindet Bewegung und Ortsgeschichte
Am Samstag, dem 3. Oktober, fand wieder die traditionelle Herbstwanderung des VfL Knesebeck statt. Bei schönstem Spätsommerwetter machten sich über 50 gut gelaunte Teilnehmer um 10 Uhr vom Knesebecker Sportplatz auf den Weg.
Besonders erfreulich war erneut die große Altersspanne der Teilnehmer. Getreu dem Motto „geeignet für die ganze Familie und für Jung und Alt“ wurden die jüngsten Teilnehmer im Buggy über die Strecke geschoben. Auch vier Hunde begleiteten die Wandergruppe.
Organisator Marco Laeseke hatte in diesem Jahr eine abwechslungsreiche, rund 9,5 Kilometer lange Strecke durch die heimische Natur vorbereitet. Dabei stand neben der gemeinsamen Bewegung vor allem die Geschichte Knesebecks im Mittelpunkt.
Zunächst führte die Strecke durch den Ort bis zur Brandruine „Salvo“ in der Ortsmitte. Dort berichtete Matthias Rode, Vorsitzender des ortsansässigen Heimat- und Kulturvereins, über das historische Gebäude und dessen Geschichte.
Anschließend wartete Knesebecks Ortsbrandmeister Holger Krebs am Neubau des Knesebecker Feuerwehrgerätehauses auf die Gruppe. Bei einem Rundgang durch das Gebäude gab er einen Überblick über den aktuellen Baufortschritt und beantwortete die Fragen der Teilnehmer.
Im weiteren Streckenverlauf berichtete Matthias Rode über die Geschichte des Pionierparks bei Knesebeck. Über mehrere Gleis- und Verladeanlagen wurden dort gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Material und Werkzeuge für Schienen- und Brückenbauten umgeschlagen und verteilt.
Die nächste Station führte die Wandergruppe zur Firma Butting. Dort informierte der 2. VfL-Vorsitzende Carsten Bagge über die aktuellen Baumaßnahmen und die wirtschaftliche Situation des Unternehmens.
Nach den verschiedenen Stationen folgte eine ausgiebige Pause, die von Familie Rode betreut wurde. Bei erfrischenden Getränken und kleinen Snacks konnten sich die Teilnehmer für die verbleibende Strecke stärken.
Durch den herbstlich gefärbten Wald ging es anschließend zur letzten geschichtlichen Station. Zwischen Seemoor und Friedrichsmühle berichtete Matthias Rode über die Ortswüstung Queckenstedt, deren Geschichte durch Scherbenfunde belegt werden konnte.
Von dort führte die Strecke zurück zum Knesebecker Sportplatz. Nach der Ankunft wartete unter der Terrasse bereits Vereinswirt Christoph Lemberger vom FairPlay mit einer deftigen Erbsensuppe auf die Wanderer. Bei zahlreichen Gesprächen ließ die Gruppe den gemeinsamen Tag ausklingen.
Das Fazit der diesjährigen Herbstwanderung fiel rundum positiv aus: bestes Wetter, eine abwechslungsreiche Strecke, eine tolle Wandergruppe, interessante Einblicke in die Knesebecker Geschichte und eine gelungene Organisation.
Die nächste Knesebecker Herbstwanderung ist bereits fest eingeplant: Am 3. Oktober 2027 geht es wieder auf Tour.
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Knesebecker Herbstwanderung am 3. Oktober
Di, 29. September 2026
