Auswärts in Brechtorf – VfL will Serie fortsetzen
Nächste Aufgabe für den VfL Knesebeck – und die hat es in sich. Am Sonntag, den 10. Mai, geht es auswärts zum TSV Brechtorf. Anpfiff ist um 15 Uhr – und das am Muttertag.
Nach den intensiven Wochen zuletzt heißt es für den VfL: Kräfte sammeln, Fokus hochhalten und die Serie weiter ausbauen. Die Form stimmt, die Ergebnisse stimmen – aber genau solche Spiele sind erfahrungsgemäß die unangenehmsten. Dennoch geht der VfL mit ordentlich Rückenwind in die Partie. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den letzten elf Ligaspielen stehen zehn Siege und ein Unentschieden zu Buche. Eine Serie, die sich sehen lassen kann – und die Mannschaft mit aller Macht fortsetzen will.
Unberechenbarer Gegner
Ein Blick auf die letzten Ergebnisse des TSV Brechtorf zeigt schnell: Hier ist alles möglich.
Zuletzt rettete man ein 3:3 gegen den SV Welat Gifhorn – und das spektakulär in der Nachspielzeit, als ausgerechnet der Torwart den Ausgleich erzielte. Davor ein klares 5:0 gegen Parsau, aber auch eine 0:1-Niederlage gegen Hillerse II, ein 2:2 gegen Triangel und ein 2:1-Sieg gegen Westerbeck, lange Zeit Tabellenführer.
Dazu kommt eine Pokalniederlage gegen den Kreisklassisten SV Tappenbeck. Bedeutet: Brechtorf ist schwer zu greifen, liefert Ergebnisse in alle Richtungen und kann an guten Tagen jede Mannschaft schlagen.
Auch die Torgefahr verteilt sich auf mehrere Schultern. Phil-Olaf Haas, der gegen uns häufig in der Innenverteidigung zum Einsatz kam, zeigt mit seinen Treffern, dass er auch aus der Tiefe enorme Gefahr entwickeln kann. Dazu kommen Michael Hennefahrt und Tobias Jürgens, die regelmäßig für offensive Akzente sorgen.
Erinnerungen ans letzte Gastspiel
Das letzte Spiel in Brechtorf ist noch gar nicht so lange her – und dürfte vielen in Erinnerung geblieben sein.
Im Mai letzten Jahres lag der VfL zunächst zurück, drehte dann aber ab der 39. Minute komplett auf und gewann am Ende deutlich mit 6:1.
Damals trafen unter anderem Tim Krebiel doppelt, dazu Tjarko Kögel, Niclas Zierenberg, Robin Feld und Jannis Meyer. Klar ist aber auch: Einige dieser Protagonisten werden diesmal nicht auf dem Platz stehen – und genau deshalb ist dieses Spiel nicht mit dem damaligen zu vergleichen.
VfL will seine Stärken auf den Platz bringen
Die Marschroute ist klar:
Von der ersten Minute an wach sein. Genau das war in den letzten Spielen nicht immer der Fall – Gegentore früh im Spiel haben unnötig Spannung reingebracht.
Gerade gegen einen Gegner wie Brechtorf darf man sich solche Phasen nicht leisten.
Positiv stimmt dabei die eigene Entwicklung. Die Defensive um Nils Mohr, Maik Szillat und Malte Gercke hat zuletzt extrem stabil agiert und vor allem gegen lange Bälle kaum etwas zugelassen. In Zahlen: Zwei Schüsse auf das eigene Tor, die dann aber saßen. Dennoch wird diese defensive Qualität auch in Brechtorf gefragt sein.
Offensiv gilt es, weiter variabel zu bleiben.
Tim Krebiel hat zuletzt wieder getroffen – ein wichtiges Signal nach drei Spielen ohne Tor. Jetzt soll der Knoten endgültig geplatzt sein.
Gleichzeitig zeigt das Beispiel Tim Bartels, dass ein Stürmer auch ohne Treffer enorm wichtig sein kann: Laufstärke, Zweikampfverhalten und permanente Unruhe für die gegnerische Defensive waren zuletzt entscheidend.
Und auch Jannis Meyer steht mit acht Saisontoren gut da – da darf es gerne wieder klingeln.
Personelle Situation
Im Vergleich zur Vorwoche gibt es ein paar Veränderungen:
Simon Soika (Rotsperre) und Marius Schucht (Gelbsperre) kehren zurück
Philipp Schulze wird nicht zur Verfügung stehen
Hinter Niclas Zierenberg steht noch ein Fragezeichen
Jonah Deinert wird voraussichtlich ebenfalls fehlen
Ahmed Ahlyahya empfiehlt sich nach starkem Auftritt in der Zweiten für Einsatzzeit
Unterm Strich steht dennoch wieder ein gut besetzter Kader zur Verfügung.
Blick auf die unmittelbare Konkurrenz
Auch auf den anderen Plätzen wird es wieder spannend:
SV Groß Oesingen empfängt den TC Gifhorn und geht als Favorit ins Spiel. Mit einem Sieg könnten sie die abstiegsgefährdeten Gifhorner noch tiefer in den Tabellenkeller drücken.
SV Westerbeck trifft auf den SV Welat Gifhorn. Auf dem Papier eine klare Sache, aber Welat gilt als unangenehm zu bespielen und hat schon häufiger gezeigt, dass sie für Überraschungen sorgen können.
TSV Vordorf bekommt es mit SV Calberlah zu tun. Calberlah wird die Niederlage gegen uns nicht gut verdaut haben und dürfte entsprechend motiviert auftreten.
Die Tabelle bleibt eng – doch beim VfL gilt weiterhin:
Der Blick geht in erster Linie auf die eigene Leistung, nicht auf die anderen.
Zurück nach Brechtorf – mit anderer Energie
Der Sportplatz in Brechtorf ist für viele noch präsent – dort fand für uns zuletzt die Relegation zur Bezirksliga statt. Mit einem Ergebnis, das man in Knesebeck gerne aus den Köpfen streichen würde.
Jetzt bietet sich die Chance, genau dort ein anderes Gefühl zu hinterlassen.
Fazit
Ein unangenehmes Auswärtsspiel wartet.
Ein Gegner, der schwer einzuschätzen ist.
Ein Platz, der wenig Raum für Fehler lässt.
Aber auch ein VfL, der aktuell in starker Form ist und genau solche Spiele ziehen will.
Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr in Brechtorf.
Kommt vorbei, beschenkt vorher eure Mütter – und unterstützt danach den VfL vor Ort.
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