Malte Gercke überragt – VfL dreht erneut wildes Spiel gegen Calberlah

Nach dem intensiven Freitagsspiel und der anschließenden Feier hatte der VfL Knesebeck am Samstag Zeit zur Regeneration – bei dem einen lief das besser, beim anderen weniger. Das spiegelte sich auch in der Startelf wider. Niclas Zierenberg musste mit Oberschenkelproblemen passen, auch Jonah Deinert fiel mit Kniebeschwerden aus.
 

Dafür rückten Justin Gades, Jannis Meyer, Nils Mohr und Joel Reinecke in die Startelf. Reinecke übernahm dabei ungewohnt die Position auf der Sechs, während vorne Meyer gemeinsam mit Tim Bartels in der Doppelspitze agierte.

 

Das Trainerteam stellte zudem auf Dreierkette um – mit Malte Gercke, Nils Mohr und Maik Szillat. Eine Umstellung, die sich im Verlauf des Spiels als absoluter Schlüssel herausstellen sollte.
 

Auch von außen gab es Unterstützung: Mit Hasan Bozkurt und Joris Linkert standen zwei Spieler aus der zweiten Herren bereit, die parallel selbst einen wichtigen 3:2-Sieg im Abstiegskracher einfuhren. Besonders auffällig dabei die Leihgabe aus der Ersten: Ahmed Ahlyahya, der mit zwei Treffern auf sich aufmerksam machte und sich damit auch für Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft empfiehlt. Heute durfte er nicht ran, da er als Jugendspieler nur ein Spiel am Tag absolvieren darf.
 

Von Beginn an übernahm der VfL die Kontrolle. Bereits früh setzte Adrian Feld über die rechte Seite das erste Ausrufezeichen, seine Hereingabe führte zu einer Ecke, die direkt brandgefährlich wurde. Die Hereingabe von Malte Gercke wurde von einem Calberlaher Verteidiger an die eigene Latte verlängert – ein früher Warnschuss.
 

In der Folge spielte sich vieles in der Hälfte der Gäste ab. Klare Torchancen blieben zunächst aus, doch der VfL war präsent, zweikampfstark und dominierte das Spielgeschehen. Besonders auffällig war Tim Bartels, der unermüdlich arbeitete, in jedes Laufduell ging und immer wieder auch im gegnerischen Aufbau störte.
 

Calberlah versuchte es fast ausschließlich mit langen Bällen – allerdings ohne Erfolg. Die Dreierkette um Szillat, Mohr und Gercke hatte in der Luft alles im Griff, gewann nahezu jeden Zweikampf und ließ kaum zweite Bälle zu.
 

Mit zunehmender Spielzeit erspielte sich der VfL weitere Möglichkeiten. André Haven setzte sich stark bis an den Strafraum durch und schloss aus der Distanz ab, der Ball ging knapp drüber. Kurz darauf wurde Joel Reinecke nach einer starken Ablage von Mohr vor dem Strafraum gefoult, doch der Freistoß von Szillat verfehlte das Ziel nur knapp.
 

Auch bei Standards blieb der VfL gefährlich, doch entweder fehlte die letzte Präzision oder der Torwart war zur Stelle.
 

Dann der Nackenschlag kurz vor der Pause: Ein Missverständnis im Aufbauspiel nutzte Calberlah eiskalt aus. Mit dem ersten richtigen Abschluss gingen die Gäste in Führung – flach unten rechts, keine Chance für Chris Neuschulz, der bis dahin kaum geprüft worden war.
 

Die Reaktion des VfL ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Direkt nach Wiederanpfiff war es ausgerechnet Malte Gercke, der aus der Innenverteidigung heraus Tempo aufnahm, ins Zentrum zog und den Ball auf Tim Krebiel ablegte. Der blieb ruhig und schob aus rund 16 Metern flach zum Ausgleich ein.
 

In der Folge entwickelte sich eine Phase, in der vor allem ein Spieler das Geschehen bestimmte: Malte Gercke.
 

Immer wieder schaltete er sich offensiv ein, trieb den Ball nach vorne, ging ins Dribbling und setzte seine Mitspieler in Szene. Nach einem starken Solo bediente er Jannis Meyer, der knapp verzog. Wenig später war es erneut Gercke, der über links durchbrach und Reinecke in Szene setzte – dessen Abschluss konnte der Torwart nur zur Ecke klären.
 

Die anschließende Ecke von Jannis Meyer, der die Ecken von links übernahm, wurde dann zum nächsten Höhepunkt: Am zweiten Pfosten stieg erneut Gercke hoch und köpfte zur verdienten Führung ein.
 

Doch das Spiel blieb wild. Nach einem umstrittenen Handspiel gegen Nils Mohr kam Calberlah per abgefälschtem Freistoß zum Ausgleich.
 

Der VfL ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen – und fand erneut die passende Antwort. Wieder lief der Angriff über die linke Seite, wieder war Gercke der Ausgangspunkt. Mit einem perfekt getimten, flachen Steckpass spielte er Philipp Schulze frei, der kurz zuvor eingewechselt worden war. Schulze blieb vor dem Tor eiskalt und stellte die Führung wieder her.
 

In der Schlussphase entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Calberlah warf alles nach vorne, setzte auf lange Bälle und suchte den Lucky Punch. Doch die Defensive des VfL hielt stand.
 

Immer wieder waren es Szillat und Mohr, die klärten, während Gercke weiterhin beide Seiten des Spiels abdeckte.
 

Offensiv setzte der VfL weiterhin Nadelstiche. Besonders Tim Bartels zeigte ein starkes Spiel, war läuferisch enorm präsent und hatte in der Schlussphase noch einmal eine große Szene, als er sich über das halbe Feld durchsetzte und den Ball scharf in den Rückraum spielte – dort fehlte jedoch der Abnehmer.
 

Die Nachspielzeit zog sich deutlich länger als angezeigt, doch am Ende brachte der VfL den Vorsprung über die Zeit.
 

Unterm Strich steht ein hart erkämpfter, aber verdienter Sieg in einem intensiven und phasenweise wilden Spiel.
 

Über allem ragte Malte Gercke, der defensiv alles im Griff hatte und offensiv mit Tor, Vorlage und unzähligen Aktionen das Spiel prägte. Ebenfalls stark: Philipp Schulze mit seinem Treffer nach Einwechslung sowie Tim Bartels, der mit enormem Einsatz überzeugte.
 

Tabellenspitze zurückerobert

 

  • VfL Knesebeck: 48 Punkte (ein Spiel mehr)

  • SV Westerbeck: 47 Punkte

  • TSV Vordorf: 46 Punkte

  • SV Groß Oesingen: 43 Punkte

 

Fünf Spiele noch – die Konkurrenz hat sechs. Es bleibt eng, aber die Form spricht aktuell klar für den VfL.
 

Fazit
 

Ein wildes, intensives Spiel.

Ein Gegner, der alles abverlangt hat.

Und eine Mannschaft, die immer wieder die richtige Antwort findet.
 

Jetzt richtet sich der Fokus auf das nächste Spiel:

Am kommenden Sonntag geht es auswärts zum TSV Brechtorf, geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Henrik Meyer.

 

Die Marschroute bleibt klar:

Spiel für Spiel.

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Veröffentlichung

So, 03. Mai 2026

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