Wahnsinns-Serie ausgebaut: Sieben Spiele, null Gegentore – VfL jetzt Zweiter

VfL Knesebeck 2:0 SV Meinersen (0:0)

Was aktuell beim VfL Knesebeck passiert, ist kaum in Worte zu fassen. Mit einem hart erarbeiteten 2:0-Erfolg gegen den SV Meinersen bauen wir unsere Serie weiter aus: sieben Spiele, siebenmal zu null, 20:0 Tore. Und als wäre das nicht schon stark genug, springen wir damit auch noch auf Tabellenplatz zwei.

Und ganz ehrlich: Gerade läuft einfach alles richtig gut beim VfL.

Dabei war von Beginn an klar: Das wird kein Selbstläufer.

 

Personell gab es im Vergleich zu den Vorwochen ein paar Anpassungen. Simon Soika musste kurzfristig passen, wodurch erneut umgestellt werden musste. Justin Gades rückte zurück in die Startelf auf die Linksverteidigerposition und zeigte dort ein starkes Spiel. Jonah Deinert übernahm die Rolle auf der Sechs und überzeugte ebenso wie Adrian Feld, der nach überstandener Verletzung wieder auf der rechten Seite verteidigte. Joel Reinecke kehrte ebenfalls zurück in den Kader und sollte im Laufe des Spiels noch eine entscheidende Rolle spielen.

 

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie mit vielen Zweikämpfen und Tempo. Schon früh wurde es das erste Mal gefährlich, als ein langer Ball den gegnerischen Torwart vor Probleme stellte. Der Ball rutschte ihm durch die Hände, doch Tim Krebiel konnte die Situation aus der Drehung nicht nutzen und setzte den Ball knapp neben das Tor.

Kurz darauf dann der erste große Aufreger: Wieder ein langer Ball in die Tiefe, Krebiel läuft frei auf den Keeper zu – doch der Pfiff ertönt. Abseits. Eine sehr zweifelhafte Entscheidung, die für ordentlich Unverständnis sorgte.

Knesebeck blieb dran. Über Jonah Deinert ging es schnell nach vorne, der Krebiel in Szene setzte. Dieser ließ noch einen Gegenspieler stehen und schloss ab, doch der Torwart reagierte stark mit einem Fußreflex. Auch die darauffolgenden Aktionen – unter anderem mehrere Ecken – brachten viel Gefahr, aber noch keinen Ertrag.

 

Meinersen zeigte ebenfalls, warum sie ein unangenehmer Gegner sind. Immer wieder suchten sie ihr Glück mit langen Bällen und schnellen Verlagerungen. Doch spätestens bei Chris Neuschulz war Endstation, der mehrfach stark parierte und seine aktuell überragende Form bestätigte.

Die beste Phase vor der Pause gehörte dann wieder dem VfL. Nach einer Ecke griff der Torwart daneben, Maik Szillatstieg hoch und setzte den Ball an den Pfosten – Pech in dieser Situation. Im direkten Gegenzug wurde es dann nochmal brenzlig, als Malte Gercke als letzter Mann in einen Zweikampf musste. Eine strittige Szene, bei der auch ein Elfmeter möglich gewesen wäre, doch der Schiedsrichter ließ weiterlaufen – Glück für uns.

Auch nach der Pause blieb das Spiel intensiv. Viele Zweikämpfe, viele zweite Bälle, beide Teams mit Chancen – aber weiterhin ohne Treffer. Meinersen kam mehrfach gefährlich zum Abschluss, doch entweder fehlte die Präzision oder Neuschulz war zur Stelle.

 

Offensiv setzte Knesebeck immer wieder Nadelstiche. Besonders über die linke Seite kam nun mehr Dynamik ins Spiel, auch durch den eingewechselten Joel Reinecke, der sofort Tempo reinbrachte und immer wieder den direkten Weg suchte.

Die Partie blieb lange offen – bis zur 85. Minute.

Dann war es Reinecke, der sich zentral durchsetzte, den Ball mit Tempo nach vorne trieb und aus der Distanz abschloss. Kein perfekter Schuss, aber mit genug Wucht – der Ball schlägt ein. 1:0. Die Erlösung. Beim Jubel sorgte er dann nochmal für einen kurzen Schockmoment: Er griff sich demonstrativ an den Oberschenkel und ließ das Trainerteam und einige Fans kurz zusammenzucken. Für die Eingeweihten war jedoch schnell klar – das war ein einstudierter Jubel. Der Schreck wich sofort der Erleichterung und purer Freude über die Führung.

 

Meinersen warf nochmal alles nach vorne, doch in der Schlussphase setzte Knesebeck den Deckel drauf. Ein Freistoß eigentlich schon Richtung Eckfahne gedacht, doch Max Laschinsky setzte stark nach, gewann das Duell und legte quer auf Tim Krebiel, der im Strafraum eiskalt blieb und zum 2:0 einschob.

Unterm Strich ein verdienter Sieg in einem Spiel, das viel Kraft gekostet hat. Beide Mannschaften hatten ihre Phasen, doch Knesebeck war in den entscheidenden Momenten da – offensiv wie defensiv.

Und genau das ist aktuell der Unterschied.

Sieben Spiele, siebenmal zu null. 20:0 Tore. Eine Serie, die in dieser Form wohl einzigartig ist – nicht nur in der Liga.

Dazu kommt: Auf den anderen Plätzen lief es nahezu perfekt für uns. Der Tabellenführer ließ Punkte liegen, der bisherige Zweite hatte spielfrei, direkte Konkurrenten ließen ebenfalls federn. So schiebt sich der VfL Knesebeck auf Platz zwei vor.

Eine Momentaufnahme, ja. Aber eine, die man sich hart erarbeitet hat.

 

Jetzt gilt es, genau so weiterzumachen. Die Stimmung in der Mannschaft ist überragend, der Teamgeist spürbar. Und die nächste Aufgabe steht schon vor der Tür:

Sonntag, 15 Uhr, Heimspiel gegen den TC Gifhorn.
Geleitet wird die Partie von Jörg-Henning Warnke.

Die Serie ist beeindruckend, keine Frage. Aber jeder in der Mannschaft weiß auch: Das kommt nicht von allein. Es ist harte Arbeit, Woche für Woche – und genau so wollen wir weitermachen.

 

Was man aber auch merkt: Die Unterstützung von außen wird immer mehr. Und genau das brauchen wir jetzt.

Wir sind mitten in einer Phase, in der richtig was gehen kann. Die Mannschaft liefert – und gemeinsam mit euch kann das noch einmal eine ganz andere Dynamik bekommen.

Also kommt vorbei, bringt Leute mit, macht den Ernst-Hiestermann-Platz laut.
Wir haben richtig Bock – und wir brauchen euch!

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Veröffentlichung

Mo, 06. April 2026

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