Elfmeterdrama im Pokal unter Flutlicht!
SV Welat Gifhorn – VfL Knesebeck 5:4 n.E. (0:0)
Pokalfight unter schwierigen Voraussetzungen – und am Ende das bittere Aus im Elfmeterschießen. Nach 90 Minuten ohne Treffer unterliegen unsere Blau-Weißen dem SV Welat Gifhorn mit 4:5 vom Punkt.
Schon vor dem Anpfiff stand die Partie unter keinem guten Stern. Am Morgen standen gerade einmal neun Spieler im Kader. Trainer André Haven, der selbst aufgrund von Rückenproblemen nicht mitwirken konnte, war gezwungen, kurzfristig zu improvisieren. Dank einiger Schichttausche und der Unterstützung aus der zweiten Mannschaft konnte am Ende doch noch ein 15-Mann-Kader gestellt werden.
Ein riesiges Dankeschön geht an Joris Linkert, Christian Rosenau und Justin Thomsen, die kurzfristig eingesprungen sind und ihre Aufgabe mehr als ordentlich gelöst haben. Genau solche Einsätze machen den Unterschied in solchen Situationen.
Auch auf dem Platz spiegelte sich die personelle Lage wider. Einige Spieler mussten auf ungewohnten Positionen ran – unter anderem startete Christian Rosenau als Linksverteidiger, während Jonah Deinert im zentralen Mittelfeld ins kalte Wasser geworfen wurde. Beide machten ihre Sache stark.
Das Spiel selbst war über weite Strecken ein intensives, aber chancenarmes Duell. Viel Mittelfeldgeplänkel, viele Zweikämpfe, wenig klare Aktionen vor den Toren. In der ersten Halbzeit gab es kaum nennenswerte Abschlüsse. Auch nach der Pause blieb das Bild ähnlich – viele Fouls auf beiden Seiten, unter anderem Gelbe Karten für Rosenau und Marius Schucht.
Bitter dann die Schlussphase: Marius Schucht musste nach einem unglücklichen Umknicken ohne Gegnereinwirkung verletzungsbedingt runter – an dieser Stelle gute Besserung. Justin Thomsen kam zunächst raus, Joris Linkert ins Spiel, musste dann aber erneut reagieren und ersetzte den verletzten Schucht.
Die wohl größte Szene der regulären Spielzeit ereignete sich in der 85. Minute: Ein Freistoß von Niclas Zierenberg segelte in den Strafraum, ein Welater Spieler beförderte den Ball ins eigene Netz – doch noch vor dem Torerfolg ertönte der Pfiff. Abseits. Eine Entscheidung, die für Verwunderung sorgte, aber akzeptiert werden musste.
Kurz vor Schluss dann die große Chance zur Entscheidung: Ein langer Ball aus unseren Reihen, Tim Bartels spekuliert früh, setzt sich stark gegen die Verteidiger durch und nimmt im Tempodribbling Fahrt auf. Im Eins-gegen-eins macht er eigentlich alles richtig – am Ende ist es aber der gegnerische Keeper, der ebenso stark reagiert und die Situation klärt.
Danach war Schluss – und es ging ins Elfmeterschießen.
Dort trafen unsere ersten vier Schützen Tim Krebiel, Niclas Zierenberg, Maik Szillat und Malte Gercke souverän. Doch auch Welat blieb fehlerfrei. Keeper Chris Neuschulz war zwar bei zwei Elfmetern dran, konnte sie aber nicht entscheidend parieren. Beim fünften Versuch übernahm er selbst Verantwortung, scheiterte jedoch am gegnerischen Torwart. Den letzten Elfmeter verwandelte Welat sicher – das Aus im Achtelfinale.
Am Ende bleibt ein bitteres Ergebnis in einem Spiel, das keinen echten Sieger verdient hatte. Einsatz und Moral haben gestimmt – unter den Voraussetzungen umso mehr.
Viel Zeit zum Hadern bleibt nicht: Bereits am Sonntag kommt es zum direkten Wiedersehen – erneut in Gifhorn am Sportplatz Bleiche. Dann geht es um Punkte in der Liga. Anstoß ist um 15:00 Uhr, die Partie wird von Dennis Radke geleitet.
Mit hoffentlich besserer Personallage und etwas besseren Bedingungen wollen wir dort die richtige Reaktion zeigen. Danke an alle mitgereisten Fans für die Unterstützung – wir zählen auch am Sonntag wieder auf euch!
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